Doctor Who?

Doctor Who ist eine britische Kult-Serie, die am 23. November 1963 mit der ersten Folge »An Unearthly Child« beim Sender BBC startete und bis 1989 durchgehend ausgestrahlt wurde. Seit 2005 läuft die Serie als Neuauflage weiter und führt die Geschichte des Zeitreisenden Timelords vom Planeten Gallifrey fort. Sein Name ist Doctor … Doctor Who? Ja, genau der … oder die – ab hier wird es kompliziert, denn der Doctor kann nicht nur in Zeit und Raum reisen, sondern auch seinen Körper regenerieren, wenn er tödlich verletzt wurde. Dabei wechselt er komplett sein Erscheinungsbild sowie die Facetten seines Auftretens und die BBC den Schauspieler für die Hauptrolle. Vielleicht rechnete die BBC nicht mit dem langanhaltenden Erfolg der Serie, denn der zu Beginn aus der Not geborene Regenerations-Zyklus mit 13 Inkarnationen musste schon vor einigen Jahren »umgeschrieben« werden. So erfreut sich derzeit Jodie Whittaker an der Rolle des Doctors, reist mit ihren Companions in der TARDIS (Time And Relative Dimension In Space) durchs Universum und es ist kein Ende in Sicht …

Kaputtes Chameleon

Wie sieht eigentlich so eine Maschine aus, mit der man durch Zeit und Raum reisen kann? Wer jetzt an den Filmklassiker »The Time Machine« aus dem Jahr 1960 denkt, ist zumindest budget-technisch schon nah an der Lösung, denn so üppig waren die Produktionsgelder von »Doctor Who« nicht und so kam die BBC auf die Idee, dass das Fortbewegungsmittel des Doctors einer typisch britischen Police Box (eine Art Telefonzelle mit der Möglichkeit den Straftäter darin einzusperren) entspricht, zumindest von außen. Im Urzustand ist eine TARDIS zylinderförmig und silbern - der Reisende hat jedoch die Möglichkeit über den Chameleon-Schaltkreis jede beliebige Außenform als Tarnung einzustellen. Da der Doctor bei seiner ersten Reise in Großbritannien landete, machte die Tarnung als Police Box durchaus Sinn und dem kaputten Chameleon-Schaltkreis sei dank, ist die TARDIS bis heute die ikonische Konstante in der Serie. Oder fand der Doctor den Look einfach nur cool und hat den kaputten Chameleon-Schaltkreis nur erfunden?

Something old, something new, something borrowed …

something blue. Wie die TARDIS zu ihrer blauen Farbe kam, haben wir ja schon geklärt. Dass der Doctor sie beim fluchtartigen Verlassen seines Heimatplaneten »geliehen« (gestohlen) hat, um die Welt zu erkunden, liegt schon weit zurück. Trotz ihres »alten« Looks außen ist die Tardis in ihrem Inneren nicht nur moderner sondern auch geräumiger als man von außen meinen würde. Der Spruch der von jedem Mitreisenden beim Betreten der TARDIS vom Doctor inzwischen schon sehnsüchtig erwartet wird ist »It’s bigger on the inside«. Neben der Steuerungskonsole im ersten Raum, gibt es noch viele weitere Räume (unter anderem eine Bibliothek, ein Ankleidezimmer und einen Swimming Pool), welche man allerdings nie wirklich sieht. Bis heute rätseln Fans der Serie, wie groß die TARDIS in ihrem Inneren eigentlich wirklich ist … wahrscheinlich ist das aber etwas, das nur die TARDIS selbst weiß. Sie ist übrigens nicht einfach nur ein Raumschiff sondern hat eine Seele und ihren eigenen Willen. So bringt sie den Doctor immer dort hin, wo er/sie ihrer Meinung nach gebraucht wird.

UK vs. the Universe

Die Erde ist seit seiner Flucht von Gallifrey die neue Wahlheimat des Doctor und besonders die Bewohner der britischen Inseln haben es ihm angetan. So spielt sich der überwiegende Teil der Serie in Großbritannien oder eben im Weltall ab, wo die Feinde des Doctors oder der Erdbevölkerung egal in welcher Zeit und auf welchem Planeten lauern. Die wohl bekanntesten Gegner des Doktors sind die Daleks und die Cybermen, die inzwischen auch schon Kultstatus erreicht haben. Neben einigen immer wieder auftauchenden Bösewichten wie den Weeping Angels oder den Ice-Warriors, gibt es in der Neuauflage aber vermehrt in jeder Folge einen neuen Gegner, der den Doctor vor ein Problem stellt, das es zu lösen gilt. Der Humor, mit dem der Doctor dabei agiert, machen den Charme der Serie aus und hoffentlich geht es noch lange so weiter - mit neuen und mit alten Gegnern und Doktoren.

„People assume that time is a strict progression of cause to effect, but *actually* from a non-linear, non-subjective viewpoint - it's more like a big ball of wibbly wobbly... time-y wimey... stuff.“
— Dschay, zitiert auf ihren Zeitreisen gern Doctor Who

Fun Facts

55

Jahre

wird die Serie in diesem Jahr

14

Schauspieler

spielten bisher den Doctor in der Serie

13

Leben

hat ein Timelord … normalerweise

845

Folgen

umfasst die Serie bisher